WIR brauchen Bäume!

Wald = CO2-Speicher

Wald = Sauerstoff-Spender

ES WAR EINMAL ...

 

viel Wald auf dieser Erde. Es wird vermutet, dass die Landflächen der Erde früher mindestens zu 60% mit Wald bedeckt waren. Als die Menschen begannen sesshaft zu werden, fingen sie an, Wälder zu roden - für Feuerholz, für Häuser, für Anbauflächen. Heute soll die Landfläche nur noch zu ca. 30% bewaldet sein. Insbesondere seit der Industrialisierung verschwanden die Wälder rasant - und sie werden immer noch vernichtet. Tag für Tag verschwinden lt. "Welthungerhilfe" Waldflächen von ca. 280.000 qm. Übrig bleiben meist (Agrar-)Wüsten. 

 

Vor allem in Europa sind Ur-Wälder, die im übrigen über die höchste Artenvielfalt verfügen, die Ausnahme. Einige Baumarten, wie z. B. Buchen, Eichen oder Linden könnten, wenn wir sie lassen würden, weit über 1.000 Jahre alt werden! Leider gibt es nur noch sehr wenige solcher wundervollen alten Bäume.  Durch die bei uns schon seit vielen Jahrzehnten betriebene Forst-Wirtschaft werden diese Bäume leider nur noch 100 Jahre alt, wenn überhaupt. Das ist maximal 1/10 ihres eigentlichen, durch die Schöpfung vorgesehenen Alters. 

 

Bäume, meist schnell wachsende Fichten, werden in Monokulturen angepflanzt und bereits nach wenigen Jahrzehnten geerntet. Derzeit werden insbesondere riesige Flächen Nadelwald abgeholzt, da die meisten Fichten nicht mehr gesund oder gar bereits ganz abgestorben sind. Forstwirte geben die Schuld zum einen dem heißen und trockenen Sommern, zum anderen aber auch dem Borkenkäfer. Dadurch, dass gerade derzeit massiv Fichten abgeholzt werden, sinkt der Holzpreis und Holzbesitzer lassen ihr geschlagenes Holz auch oft liegen. Dies machen jedoch weitere Maßnahmen notwendig. Damit der Holzbesitzer in ein paar Monaten/Jahren nicht nur Holzspäne verkaufen muss, behandelt er die Stämme oft mit giftigen Chemikalien. Das Problem ist jedoch "hausgemacht". Pflanzen brauchen Artenvielfalt, um gesund wachsen und sich gegen Krankheiten behaupten zu können. In Ur-Wäldern können es übrigens auch schon mal 200 Baumarten pro ha sein plus einer Vielzahl anderer Pflanzen. Je mehr verschiedene Pflanzen zusammen wachsen, je stärker ist ihr Immunsystem. Je mehr Arten, desto gesünder jede einzelne Art, jeder einzelne Baum. Denn nur in der Gemeinschaft sind sie stark. Das ist bei den Pflanzen nicht anders als bei uns Menschen. 

 

Bäume/Wälder sind im übrigen auch wegen Ihrer guten Energie extrem wichtig (alles hat ein Energiefeld, welches Auswirkungen auf das Wohlbefinden ALLER hat). Nicht umsonst wird das "Waldbaden" immer beliebter. Wälder sind auch Naherholungsgebiet und das Zuhause etlicher Tiere. Ohne Wälder hätten wir noch mehr Wildtiere in unseren (Vor-)Gärten, da diesen Tieren einfach ihr Zuhause genommen wurde. Wieviel Abholzung vertragen die Spezien Mensch und Tier noch? Selbst Experten können dies nicht errechnen. Aber können und wollen wir wirklich so lange Wegschauen, bis uns "die Puste" ausgeht? Die Abholzung ist auch mitverantwortlich für den Klimawandel, für die Erderwärmung und mit ihr die Folgen wie Wetterextreme, Anstieg des Meeresspiegels, Abschmelzen der Pole, Ernteausfälle und Wassermangel. Wir sägen also im wahrsten Sinne des Wortes gerade den Ast ab, auf dem wir sitzen.

 

 

 

UND WAS KÖNNEN WIR KONKRET TUN? 

 

  1. Bäume pflanzen ist sicherlich eine sehr ehrenwerte und schöne Idee. Insbesondere Wiederanpflanzungen auf Brachflächen/toten Flächen/Wüsten haben einen sehr hohen Nutzen für uns ALLE. Davon jedoch abgesehen: Pflanzen kann die Natur im Normalfall selber - dazu braucht es nicht uns Menschen! Von daher ist der SCHUTZ bestehender Bäume und Wälder sehr viel wichtiger. Für den Schutz von Regenwald setzt sich auch der Verein Rettet den Regenwald ein.
  2. Wie immer bestimmen Angebot und Nachfrage den Markt. Das heißt, wenn wir nicht mehr so viel Holz kaufen, die Nachfrage also sinkt, wird auch nicht mehr so viel Holz geschlagen und es bleiben mehr Bäume stehen. Aber wer jetzt andere Materialien als Alternative im Kopf hat: insbesondere Kunststoff/Plastik ist gar keine Lösung, sondern ein riesiges Problem dieses Jahrhunderts! Auch hier gilt: Vermeidung, Vermeidung, Vermeidung!
  3. Aber nicht nur die Holznachfrage, sondern vor allem auch die hohe Nachfrage nach anderen Erzeugnissen, wie Palmöl, Rohrzucker oder Fleisch regulieren die Abholzungs-Quote. Gute Idee also: Auf Palmöl und Produkte mit Palmöl verzichten. Palmöl wird nicht ohne Grund auch "der Tod des Regenwaldes" genannt. Leider enthält heute fast jedes industriell gefertigte Produkt Palmöl - auch Begriffe wie "Natur" oder "Bio" ändern in diesem Fall leider daran nichts. Es versteckt sich auch oft hinter Begriffen wie Glycerin, Laurate, pflanzliche Fette und vieielen weiteren!  Wie ihr an den Begriffen erkennt: es steckt nicht nur in der Pizza oder in der Nuss-Nougat-Creme, sondern u. a. auch in Kerzen, Kosmetika, Waschmitteln oder im Sprit und selbst im Strom. Mehr Infos auf www.regenwald.org und zwar hier.
  4. Auch für den Anbau von Kakao, Zuckerrohr und Soja muss Regenwald weichen, der teilweise sogar oftmals nur abgebrannt wird. Soja wird im übrigen zu 75 - 80% als Viehfutter genutzt - auch in Europa. Gute Idee: Um Bratwurst, Chicken (Mc)Nuggets, Salami, Steak & Co., aber auch um "Schoki" und Milchprodukte öfters mal einen großen Bogen machen. Zumal auch für Viehweiden riesige Flächen an Wald zerstört werden. Im übrigen freut sich unsere Gesundheit auch darüber. Mehr darüber erfahrt ihr zum Beispiel im Buch "Ab jetzt Vegan".
  5. Selber kochen mit frischen, regionalen Zutaten! Auch eine "Koch-Party" wär ne tolle Idee: Freunde, Nachbarn, Kollegen/Kolleginnen, Vereinsmitglieder, ... einladen, zusammen mit tollen, natürlichen Zutaten was tolles Kochen, Spaß haben und genießen! Oder tu dich mit dem Nachbarn oder Deiner Freundin zusammen und wechselt euch ab beim Kochen! Egal, ob ihr Eure Gerichte im Nachhinein zusammen oder getrennt verspeist. Und auch wenn nicht jeden Tag: In jedem Fall spart es Euch auch noch Zeit und Energie.
  6. Wie bei allen anderen Artikeln, die wir kaufen,  gilt auch bei Holzprodukten: Regional einkaufen! Da hilft auch manchmal kein FSC-Siegel. Mehr unter www.regenwald.org und zwar hier.
  7. Wir müssen nicht immer gleich alles neu kaufen, nur weil etwas kaputt gegangen ist. Es lohnt sich einmal genauer hinzuschauen oder einen netten Nachbarn oder einen Fachmann um einen Check zu bitten. Sehr oft ist eine Reparatur möglich. Auch gibt es inzwischen schon sehr viele Repair Cafés. Dies sind soziale Einrichtungen, zu denen jeder seine kaputten Dinge bringen kann und von freiwilligen lieben Menschen kostenlos repariert bekommt.
  8. Vielleicht seid ihr ja handwerklich begabt und könnt Euch vorstellen, Euch selbst in so einem Repair Café zu engagieren. Oder Ihr ruft einfach selbst solch eine Einrichtung ins Leben.
  9. Second-Hand-Ware kaufen oder tauschen. Wir leben in einer extremen Überflussgesellschaft. Oft werden Möbel, Türen, Latten, Feuerholz oder auch der ganz profane Kochlöffel sogar verschenkt! :-) (Insbesondere bei ehemals verbauten Holzelementen sollte jedoch besser vorab geprüft werden, ob das Holz einwandfrei ist. Gerade in den 70er Jahren wurde Holz zum Beispiel sehr gern mit Altöl oder auch mit asbesthaltigem Anstrich behandelt. Auch die vor einigen Jahrzehnten, insbesondere für die Gartengestaltung in Mode gekommenen alten Bahnschienen-Bohlen, sind noch heute hochgradig giftig.)
  10. Generell gilt: bevor Frau/Mann etwas kauft, wäre es sehr hilfreich für unsere Erde, und somit für uns ALLE, uns zu fragen, ob eine Anschaffung wirklich erforderlich ist. Erstaunlicherweise ist dies meist nämlich gar nicht der Fall. Oftmals wollen wir nur etwas "haben", um es zu besitzen. Am besten, wenn wir etwas besitzen, was andere nicht haben. Denn dadurch versprechen wir uns Aufmerksamkeit und Bewunderung von den Anderen, die wir oftmals dann auch bekommen - jedoch meist nur für kurze Zeit. Auch verwechseln wir Aufmerksamkeit/Bewunderung mit Liebe. Denn das ist es, was wir uns alle so sehr wünschen. Wir versprechen uns durch den Kauf materieller Dinge oftmals Liebe von anderen. Aber wahre Liebe braucht keine materiellen Dinge. Und in Wahrheit SIND wir selbst Liebe.
  11. Damit Käufer auch gebrauchte Waren finden, sollten diese natürlich auch reichlich angeboten werden. Ihr wollt gerade gar nichts kaufen, sondern Ihr findet den aktuellen Minimalismus-Trend genial? Dann verkauft, tauscht oder verschenkt doch Eure Sachen. Einfach auf entsprechenden Internet-Plattformen anbieten, einen Haus- oder Garagen-Flohmarkt machen oder einen Aushang am "Schwarzen Brett" beim nächsten Bio-Laden aufhängen - um nur ein paar wenige Möglichkeiten zu nennen.
  12. Das gute alte Stofftaschentuch anstatt "Tempo" &  Co. tut´s auch! Und zwar sogar noch besser! Es macht nämlich die Nase nicht wund - eine echte Wohltat! "Das bisschen Zellulose macht doch "den Bock nicht fett"?!" Hier mal eine kleine "lustige" Rechnung bei der Einsparung eines einzigen Blättchen Klopapiers pro Toilettengang: Wir sind derzeit ca. 7.674.575.000 Menschen auf der Erde - und die Zahl steigt sekündlich. Sagen wir, von diesen Menschen benutzen 6 Milliarden Klopapier. Das macht also weltweit eine Einsparung  von 6 Milliarden Blättchen pro Toilettengang. Eine Rolle Klopapier hat meist 150 - 200 Blatt. Macht eine Einsparung von 30 Millionen Klorollen pro Toilettengang - bei 8 Klorollen pro Verpackung sind das 3,75 Mio. Packungen Klopapier pro Toilettengang (inclusive Plastik-Umverpackung). Hochgerechnet auf ein Jahr, bei durchschnittlich 5 Toilettengängen pro Tag, wäre das eine Einsparung von 6 Milliarden und 750 Millionen Packungen Klopapier! Unglaublich, oder?! Und es hängt da nicht nur Holz dran, sondern für die Produktion noch Strom, Fabrikhallen, Förderbänder, Plastik, Chemikalien wie Bleichmittel, eine wahnsinnige Menge an Wasser oder auch Farbe, falls Euer Po es schön bunt mag. ;-)
  13. Vermeidung ist natürlich immer die beste Wahl. Aber besser als "nix": Recycling-Papier - auch für Klopapier, Küchenrolle & Co.
  14. Wenn Ihr nicht gerade zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein möchtet oder könnt (Eure Gesundheit freut sich über diese Art von Fortbewegung natürlich am meisten!), dann nehmt doch einfach mal den Bus, die Straßenbahn oder den Zug. Oder wie wäre es mit Car-Sharing?! Gibt´s nicht in Eurer Stadt? Dann tu Dich doch mit Deinen Nachbarn, Deinen Bekannten oder Verwandten oder mit Vereins-Mitgliedern zusammen!
  15. Auch wenn es sich nur um einen oder um sehr wenige Bäume handelt: Bevor ihr zur Säge greift, seit Euch sicher, dass es nicht vielleicht doch noch eine andere Möglichkeit gibt. Jeder einzelne Baum produziert unsere kostbare Lungen-Nahrung, ohne die wir nicht existieren können. Hinzu kommt, dass der Baum so als CO2-Speicher nicht mehr zur Verfügung steht. Ein Beispiel: eine 150-jährige Buche nimmt am Tag ca. 23 kg CO2 auf und gibt ca. 10.000 Liter Sauerstoff ab. Und schlimmer noch: er setzt auch all das CO2 wieder frei, was er in all den Jahren gespeichert hatte. Und selbst ein toter Baum ist nützlich, nicht nur für unsere Bienen.

 

Jede einzelne dieser Maßnahmen ist wichtig!

Und was könnte noch helfen?

Unsere letzten Bäume und Wälder brauchen unseren Schutz! Wir brauchen insbesondere Ur-Wald. Für uns, für unsere Kinder und Kindeskinder. Aber auch für alle anderen Wesen.

 

Der Verein GaiaCare möchte Waldflächen und alte Bäume schützen, denn sie sind unser ALLER Lebens-Elexier.

 

Wer engagiert sich mit? Egal, ob finanziell oder durch Wald-/Landüberschreibung oder irgend ein anderes Engagement! Jede Hilfe hilft! :-)

 

Übrigens: 1 ha Wald kostet derzeit zwischen 8 und 40 Tausend Euro. Und um einen richtigen Urwald entstehen zu lassen braucht es seeehr vieiele ha. Aber bei über 7 Milliarden Menschen auf dieser Welt, wäre das sicherlich zu schaffen. Selbst bei wenigen Cent Unterstützung pro Mensch käme schon ein richtig großer Ur-Wald zusammen. 

BITTE HELFT MIT!

GENAU WIE IM ÖKOSYSTEM WALD GILT: ZUSAMMEN SIND WIR STARK!